St. Trinitatis Eichholz

Die romanische Feldsteinkirche von Eichholz entstand um 1200 (Holzdatierungen im Dach von 1178/79). Sie besteht aus dem weiträumigen Schiff und einem monumentalen Querriegelturm im Westen. Einige ursprüngliche Fenster und die Pforte aus Sandstein auf der Südseite sind noch gut zu erkennen. Im 19. Jh. wurde der Altarraum mit geradem Abschluss im Osten neu errichtet. 1945 erlitt die Kirche schwere Kriegsschäden. Der erneuerte Ostteil der Kirche wurde 2017 wegen Baufälligkeit abgetragen und ersetzt. Eine schlichte raumhohe und halbrunde Apsis schließt die Kirche im Osten ab. Das Innere ist flach gedeckt und vollständig neu gestaltet. Die Prinzipalstücke wurden 2019 vom Bildhauer Till Hausmann aus den Eichenbalken des historischen Dachgestühls gefertigt, enthalten aber auch jüngeres Holz. „Die Prinzipalien spiegeln den Prozess von Erhalten, Bewahren und Erneuern wider, den die Kirche durchlaufen hat und sind damit Reminiszenz an die historische Substanz.“ (T.H.) Von der mittelalterlichen Ausstattung sind der gotische Taufstein und die Glocke aus dem 13. Jahrhundert erhalten.

Die Fenster

Die neu errichtete Apsis schließt seitlich mit zwei raumhohen Fensterbändern an die alten Außenmauern an. Sie wurden von dem Glaskünstler Johannes SchreiterJ entworfen. Die zunächst abstrakt wirkenden Fenster regen zur meditativen Betrachtung an. Auf der Nordseite symbolisiert das in die Welt kommende göttliche Licht die Weihnachtsbotschaft. Auf der Südseite neben dem Osterleuchter kündet eine Flamme neben dem offenen Grab von der Hoffnung auf Auferstehung. Die Fenster wurden in Zusammenarbeit mit dem Künstler im Glasstudio Derix in Taunusstein umgesetzt.

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