Dorfkirche Niederlepte

Der kleine spätgotische Feldsteinbau besteht nur aus einem rechteckigen Kirchenschiff ohne Chor oder Apsis. Der Turm ist als Dachreiter ausgeführt und typisch für hiesige Dorfkirchen: Nur die Westseite des Kirchturmes ist massiv. Die anderen drei Seiten sind als Fachwerk ausgeführt und ruhen auf dem Dachstuhl. Im Inneren der Kirche ist also nichts vom Turm zu sehen. Die Spitzbogen-Fenster sind im Barock verändert und zum Teil zugemauert worden. Auch das Eingangsportal besaß einst einen Spitzbogen. An historischen Ausstattungsgegenständen sind der Altar und die Kanzel mit Schalldeckel erhalten. Der interessante Taufstein aus Sandstein besitzt eine umlaufende Inschrift mit dem Datum 1575. Das Geläut besteht aus zwei gusseisernen Glocken von 1920. Ursprünglich waren zwei Emporen (an einer Seite und hinten) vorhanden. Unter der hinteren Empore wurde bei der letzten Sanierung die „Winterkirche“ eingebaut. Eine komplette Sanierung der Kirche erfolgte 1996.

Foto: Matthias Behne

Die Fenster

Die ursprünglichen Fenster der Nord- und Südseite waren im Barock vergrößert und im 20. Jahrhundert mit hölzernen Sprossenfenstern versehen worden. Die Spitzbogenfenster der Ostseite wurden zugemauert und sind erst jüngst wieder geöffnet worden. Im Rahmen des Projektes „Lichtungen“ wurden die Fenster nach Entwürfen von Jochem Poensgen neu gestaltet. Es handelt sich um klassische Bleiverglasungen mit mundgeblasenen, farbigen und farblosen Echtantikgläsern. Die umgebende Natur wirkt durch sie in den Kirchenraum hinein. Die Ostfenster verweisen mit „Strömen lebendigen Wassers“ auf die durch das Dorf fließende Nuthe. Die durchsichtigen Seitenfenster mit geometrischen Formverzweigungen geben Ausblick auf die Bäume des Kirchhofes. Ausgeführt wurden die Fenster von den Glaswerkstätten F. Schneemelcher Quedlinburg.

Weitere Infos & Kontakt

Fon
03923 / 785966
Mail
pfarramt-bartholomaei-zerbst@kircheanhalt.de
Web
http://www.zerbst-evangelisch.de

An der Nuthe 26, 39264 Niederlepte